Es ist wieder soweit .... Die erste Schnupfnase hat uns gefunden. Ich hätte da gut und gerne drauf verzichten oder zumindest noch ein bisschen auf die erste Erkältung warten können.
Der Landjunge wachte heute Nacht irgendwann mit Halsschmerzen auf und kam leident zu mir ins Bett. Er fasselte noch irgendetwas von Tabletten gegen Aua und schlief dann aber (zum Glück) schnell wieder ein. Als ich dann, nachdem das Landmädchen frisch und fertig zum Schulbus aufgebrochen war, ich die Hühner raus gelassen und den Hund in die Kälte gezehrt hatte, den kleinen Mann wecken wollte , meinte der :ich will nicht in den Kindergarten. Ich brauche noch ein bisschen Ruhe. HAHA, Scherzkeks, wenn ich das mal sage dann hält sich der kleine Mann am wenigsten dran.
Mit meinen ruhigsten Worten und sanftesten Fingern versuchte ich als den Langschläfer zu wecken aber erst als ich den Kindergarten nicht mehr erwähnte sondern nur von seinem leckeren Joghurt sprach konnte ich ihn davon überzeugen sich von mir in die Küche tragen zu lassen.
Dort saß er dann zitternd und jammernd: mir ist so kalt, ich kann gar nichts essen, mach die Heizung an, mir ist so kalt. Ich habe ihn dann mit einer Decke umwickelt und mich zu ihm gesetzt. Normalerweise mache ich sein Brot für den Kindergarten während er seinen Joghurt ißt. Ich durfte aber ja noch nicht mal in die Nähe des Brotes gehen, denn da schrie er sofort :ich geh nicht in den Kindergarten. Hm, ok. Ich war wirklich hin und her gerissen, nur weil er keine Lust hat kann ich ihn ja nicht zu Hause lassen, wenn es danach ginge hätte seine Schwester jeden Tag keine Lust. Aber eiegntlich bedeutet bei ihm keine Lust immer irgendeine blöde Kankheit, auch wenn man sie noch nicht sehen kann.So verbrachten wir dann leise seufzend auf seiner und Stirn runzelnd, nach Krankheitssymptomen suchend, auf meiner Seite des Tisches. Nach Beendigung des sehr laaangsamen Joghurtessens trug ich ihn nach oben. Ich wollte wenigstens einmal Fieber messen, nicht das da doch noch was ist. Aber es war alles im grünen Bereich und ich fing an laut nachzudenken. Was wohl Ben dann heute macht? (sein allerliebster Erzieher) Mit wem der dann heute spielt? Der kleine Landmann schaute auf, hörte auf zu jammern und meinte: nagut, dann muss ich wohl in den Kindergarten. Ach was war ich froh, er war wie ausgewechselt, auf einmal konnte es ihm gar nicht schnell genug gehen und er war angezogen, stand auf der Treppe : Mama, komm jetzt! Ja, geht ja los.
Im Kindergarten war gerade nochmal ein schnelles Küßchen drinnen und weg war er. War wohl falscher Alarm, dachte ich.
Dann nach oder eigentlich schon beim Mittagessen sah der Landjunge ganz blass aus und mochte auch nicht so richtig essen. Eine Kleinigkeit brachte ihn dann zum weinen, ich weiß nicht mal mehr was es noch genau war, vielleicht war der Löffen runter gefallen oder er hatte gekleckert, irgenwie sowas. Ich konnte ihn trösten aber er meinte er möche in sein Zimmer gehen und nichts mehr essen. Seine liebe Schwester ist dann mit ihm hoch gegangen und hat es ihm auf seinem Bett mit Buch und CD gemütlich gemacht. Es hat keine 10 Minuten gedauert da meinte sie , er wäre eingeschlafen. Da war mir dann absolut klar das er hinterher mit Fieber aufwachen würde. Und so war es dann auch.
Nun liegt der kleiner Mann frierend und schwitzend zugleich auf dem Sofa und möchte sich gar nicht von mit trennen.
Ich hätte wirklich noch ein wenig warten können, bis übernächstes Jahr oder vielleicht doch erst in 10 Jahren oder so.
Im bitte-lass-die-Mutter-nicht-auch-noch-krank-werden-Sinne
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Mittwoch, 9. September 2015
Donnerstag, 25. Juni 2015
Die Frage wo Mut endet und Feigheit beginnt
Heute ist ein Tag von dem ich mir wünsche er wäre schon vorbei. Seit 4
Tagen weiss ich, dass heute so ein Tag sein wird. Ich habe mich seit
dem ich dies weiss auch instensiv mit diesem heutigen Tag beschäftigt -
habe mit vielen Menschen darüber geredet und mit ihnen überlegt wie ich
am besten mit diesem Tag umgehe.
Am Nachmittag steht ein Termin an um den ich quasi gebeten habe, nur nicht in diesem Umfang. Ich hatte schon mehrmals versucht mit der Erzieherin meines Sohnes einen Gesprächstermin zu finden weil es gravierende, wirklich wichtige Dinge zu besprechen gibt. Leider sieht sie das wohl nicht so. Also bin ich zu ihrem Vorgesetzten gegangen und habe ihn gebeten ein Gespräch mit ihr und mir zu organisieren. Dieses Gespräch findet heute statt, nur viel größer als geplant. Es werden noch andere wichtige Leute dazu erwartet - eine Dame aus dem Kita-Kreis-Verband , die Zweitkraft aus dem Kindergarten, die Elternvertreterin (die ich wirklich nirgends gebrauchen kann), der Vorstandsvertreter (somit Vorgesetzter) und die Erzieherin um die es geht. Naja, und ich bin ja auch eingeladen.
Da ich mich selbst mittlerweile recht gut kenne und so ungefähr vorhersehen kann wie ich reagieren könnte und zudem auch noch ein wages Gefühl davon habe was mich da heute erwartet, möchte ich da am liebsten nicht hingehen. Ich schwanke immer noch zwischen dem Loch zum verkriechen und der weiten, fremden Welt zum weglaufen. Aber dann sage ich mir immer wieder - es ist nicht für dich, du sprichst für deinen Sohn weil er es nicht selbst tun kann. Erstaunlicherweise können Mütter für ihre Kinder sehr viel schaffen wozu sie sonst nicht die Kraft hätten. Kinder machen stark!!
Aber trotzdem habe ich ein richtig schlechtes Gefühl im Bauch.
Nun habe ich mich entschieden die Geschichte meines Sohnes so gut es geht aus seiner Sicht aufzuschreiben und an die Herrschaften heute Nachmittag auszuteilen. Ich werde versuchen noch ein paar erklärende Worte für diese Entscheidung zu finden um dann, hoffentlich, lächelnd zu gehen.
Mit dieser Variante fühle ich mich auf der sicheren Seite. Da mag es den einen oder anderen geben der das etwas anders sieht aber ich bleibe dabei. Ob das nun mutig oder feige ist bleibt dann wohl jedem selbst überlassen.
Bald mehr dazu ....
Am Nachmittag steht ein Termin an um den ich quasi gebeten habe, nur nicht in diesem Umfang. Ich hatte schon mehrmals versucht mit der Erzieherin meines Sohnes einen Gesprächstermin zu finden weil es gravierende, wirklich wichtige Dinge zu besprechen gibt. Leider sieht sie das wohl nicht so. Also bin ich zu ihrem Vorgesetzten gegangen und habe ihn gebeten ein Gespräch mit ihr und mir zu organisieren. Dieses Gespräch findet heute statt, nur viel größer als geplant. Es werden noch andere wichtige Leute dazu erwartet - eine Dame aus dem Kita-Kreis-Verband , die Zweitkraft aus dem Kindergarten, die Elternvertreterin (die ich wirklich nirgends gebrauchen kann), der Vorstandsvertreter (somit Vorgesetzter) und die Erzieherin um die es geht. Naja, und ich bin ja auch eingeladen.
Da ich mich selbst mittlerweile recht gut kenne und so ungefähr vorhersehen kann wie ich reagieren könnte und zudem auch noch ein wages Gefühl davon habe was mich da heute erwartet, möchte ich da am liebsten nicht hingehen. Ich schwanke immer noch zwischen dem Loch zum verkriechen und der weiten, fremden Welt zum weglaufen. Aber dann sage ich mir immer wieder - es ist nicht für dich, du sprichst für deinen Sohn weil er es nicht selbst tun kann. Erstaunlicherweise können Mütter für ihre Kinder sehr viel schaffen wozu sie sonst nicht die Kraft hätten. Kinder machen stark!!
Aber trotzdem habe ich ein richtig schlechtes Gefühl im Bauch.
Nun habe ich mich entschieden die Geschichte meines Sohnes so gut es geht aus seiner Sicht aufzuschreiben und an die Herrschaften heute Nachmittag auszuteilen. Ich werde versuchen noch ein paar erklärende Worte für diese Entscheidung zu finden um dann, hoffentlich, lächelnd zu gehen.
Mit dieser Variante fühle ich mich auf der sicheren Seite. Da mag es den einen oder anderen geben der das etwas anders sieht aber ich bleibe dabei. Ob das nun mutig oder feige ist bleibt dann wohl jedem selbst überlassen.
Bald mehr dazu ....
Donnerstag, 18. Juni 2015
Kinder haben ist nicht schwer ....
Zuerst kommt das machen - das ist meistens kein Problem. Manchmal braucht man ein paar Versuche aber irgendwann klappt es doch.
Dann kommt das bekommen - da wird man schon ein wenig auf das Leben mit Kind vorbereitet, eigentlich hat man in ein paar Stunden sogar einen recht guten Vorgeschmack auf all die Schmerzen die mit dem Leben als Mutter einhergehen. Das weiss man aber da noch nicht. Man denkt doch tatsächlich danach wäre das schlimmste vorbei. HA! Pustekuchen.
Selbst all die schlaflosen Nächte und stinkenden Windeln sind nur ein schwacher Eindruck über das weitere Leben mit Kind. Zu diesem Zeitpunkt finden wir aber alles zauberhaft und ja, auch anstrengend aber wir müssen ja auch erst langsam in die Rolle hinein wachsen, uns daran gewöhnen. In der Hoffnung das irgendwann mal eine freie Minute für uns selbst dabei heraus springt. Das tut sie, keine Sorge, und mit ganz viel Glück merken wir es auch nicht erst hinterher ....
Das Kind wächst und entwickelt sich und kommt unaufhaltsam in das Kindergartenalter.
Der Tag des Abschiedes rückt immer näher und wir bekommen von anderen Müttern gut gemeinte Ratschläge, sowas wie - einfach umdrehen und gehen, der beruhigt sich wieder- oder -drück ihn der Erzieherin in den Arm, das wird schon gehen- oder auch -bei uns war das überhaupt kein problem- sehr hilfreich!
Und der Tag kommt, der kleine Spross voller Freude und Stolz mit seiner neuen Kindergartentasche maschiert er vorne an und kann es kaum erwarten, wir mit einem dicken Kloß im Magen und riesen Stein am Herzen hinterher. Wir lächeln! Wir freuen uns auch, ganz ehrlich, der Kleine freut sich also freuen wir uns mit und natürlich haben wir auch im Hinterkopf welche neuen Möglichkeiten sich uns eröffnen durch den freien Vormittag. Endlich in Ruhe aufräumen und Wäsche waschen ... oder vielleicht auch wieder arbeiten gehen, alleine einen Kaffee trinken... Aber mit jedem Schritt Richtung Kindergarten werden wir langsamer und möchten unser Baby wieder an uns drücken. Nichts ist so gespalten wie das Herz einer Mutter. Dann sind wir angekommen und befürchten ein großes Drama wenn wir gehen wollen, haben uns ja auch Zeit genomme für die Eingewöhnung. Aber der Kleine geht hinein als wäre es die normalste Sache der Welt, er dreht sich nicht einmal um. Schön das wir spätestens dann mit den Tränen kämpfen weil unser Spross so unbekümmert in die Welt hinaus geht. Er erbarmt sich unser und kommt mit ernster Miene auf uns zu und sagt- Mama, du musst nicht hierbleiben.- drückt uns einen Kuss auf die Wange und verschwindet in der Kindermenge. Die Erzieherin guckt uns erstaunt an und meint -das klappt ja super und verschwindet ebenfalls in der Masse. Um uns herum lauter weinende Kinder in den Armen ihrer Mütter die mit Engelszungen auf ihre Kinder einreden und blumig den Kindergarten anpreisen. Nun wird uns mal wieder klar was für ein tolles Kind wir erzogen haben und schlucken unsere Tränen hinunter.
Kaffee und Ruhe wir kommen ........ In diesem Sinne
Dann kommt das bekommen - da wird man schon ein wenig auf das Leben mit Kind vorbereitet, eigentlich hat man in ein paar Stunden sogar einen recht guten Vorgeschmack auf all die Schmerzen die mit dem Leben als Mutter einhergehen. Das weiss man aber da noch nicht. Man denkt doch tatsächlich danach wäre das schlimmste vorbei. HA! Pustekuchen.
Selbst all die schlaflosen Nächte und stinkenden Windeln sind nur ein schwacher Eindruck über das weitere Leben mit Kind. Zu diesem Zeitpunkt finden wir aber alles zauberhaft und ja, auch anstrengend aber wir müssen ja auch erst langsam in die Rolle hinein wachsen, uns daran gewöhnen. In der Hoffnung das irgendwann mal eine freie Minute für uns selbst dabei heraus springt. Das tut sie, keine Sorge, und mit ganz viel Glück merken wir es auch nicht erst hinterher ....
Das Kind wächst und entwickelt sich und kommt unaufhaltsam in das Kindergartenalter.
Der Tag des Abschiedes rückt immer näher und wir bekommen von anderen Müttern gut gemeinte Ratschläge, sowas wie - einfach umdrehen und gehen, der beruhigt sich wieder- oder -drück ihn der Erzieherin in den Arm, das wird schon gehen- oder auch -bei uns war das überhaupt kein problem- sehr hilfreich!
Und der Tag kommt, der kleine Spross voller Freude und Stolz mit seiner neuen Kindergartentasche maschiert er vorne an und kann es kaum erwarten, wir mit einem dicken Kloß im Magen und riesen Stein am Herzen hinterher. Wir lächeln! Wir freuen uns auch, ganz ehrlich, der Kleine freut sich also freuen wir uns mit und natürlich haben wir auch im Hinterkopf welche neuen Möglichkeiten sich uns eröffnen durch den freien Vormittag. Endlich in Ruhe aufräumen und Wäsche waschen ... oder vielleicht auch wieder arbeiten gehen, alleine einen Kaffee trinken... Aber mit jedem Schritt Richtung Kindergarten werden wir langsamer und möchten unser Baby wieder an uns drücken. Nichts ist so gespalten wie das Herz einer Mutter. Dann sind wir angekommen und befürchten ein großes Drama wenn wir gehen wollen, haben uns ja auch Zeit genomme für die Eingewöhnung. Aber der Kleine geht hinein als wäre es die normalste Sache der Welt, er dreht sich nicht einmal um. Schön das wir spätestens dann mit den Tränen kämpfen weil unser Spross so unbekümmert in die Welt hinaus geht. Er erbarmt sich unser und kommt mit ernster Miene auf uns zu und sagt- Mama, du musst nicht hierbleiben.- drückt uns einen Kuss auf die Wange und verschwindet in der Kindermenge. Die Erzieherin guckt uns erstaunt an und meint -das klappt ja super und verschwindet ebenfalls in der Masse. Um uns herum lauter weinende Kinder in den Armen ihrer Mütter die mit Engelszungen auf ihre Kinder einreden und blumig den Kindergarten anpreisen. Nun wird uns mal wieder klar was für ein tolles Kind wir erzogen haben und schlucken unsere Tränen hinunter.
Kaffee und Ruhe wir kommen ........ In diesem Sinne
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