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Dienstag, 4. August 2015

Difinitionsfrage

Kennt das jemand?! Da trifft man jemanden wieder, nach Jahren in denen man sich nicht gesehen hat aber trotzdem voneinander gehört. Man hat früher zusammen gearbeitet, vor den Kindern, in wilderen Zeiten. (ich meine freier und unabhängiger und definitiv spontaner) Man hat zusammen gelacht und viele Gesprächsthemen gehabt.

Und man hatte in etwa die gleich Kleidergröße.

Nicht das letzteres entscheidend ist für die gegenseitige Sympathie, jedenfalls nicht früher während der gemeinsamen Bürozeit. Aber bei diesem Wiedersehen war es sehr wichtig. Und ich hasse das. Ja, ich war vor den Kindern weniger aber doch kein anderer Mensch. Ja, ich hätte auch gerne wieder Kleidergröße 36 aber ich kann leider nicht zaubern und ich lebe. Ich hasse diese Blicke, von oben herab, musternd. Ich bin etwas mehr als früher aber nun nicht das doppelte oder so. Etwas mehr und auch ein bisschen zu viel. Aber ich arbeite daran. Nur stehe ich da nicht unter Stress.

Warum ist das so? Warum gibt es Menschen die der Meinung sind, nur weil sie schlanker sind als der andere das sie auch etwas besseres sind. Oder umgekehrt, Menschen die denken sie sind weniger gut weil sie mehr wiegen als andere. Warum sind wir Menschen so doof ( nicht alle aber ein paar)? Ist diesen Menschen denn das innere so unwichtig? Ich meine ein Körper allein hilft dir nicht in der Not (nur in einer bestimmten vielleicht *gninini*) Dazu braucht es also in den meisten Fällen wenigstens ein bisschen Verstand. Und nicht zwingend Kleidergröße 36, auch wenn ich hier nicht behaupten möchte das Menschen mit einer solchen keinen Verstand hätten, wirklich nicht. Ich kenne einige ganz bezaubernde Menschen aus der Gewichtsklasse, genau wie aus beinahe jeder anderen.

Man kann einen Menschen nicht an seinem Äußeren fest machen, nicht ausschließlich. Ich würde schon sagen, dass ich mehr zu gepflegten Erscheinungen tendiere als zu schlampig anmutenden, aber das ist eventuell auch Tagesform abhängig.

Ich möchte auf jeden Fall nicht über meine Figur definiert werden. Ich möchte auch nicht doof angeschaut werden von Menschen die mich von früher kennen und meinen sie seien etwas besseres nur weil sie jetzt so dünn sind und aussehen wie eine Vogelscheuche oder etwas ähnliches abschreckendes ohne Gesichtszüge und vor allem ohne Lachfältchen. SO!

In diesem Sinne

Montag, 27. Juli 2015

Ein irgendwie herbstlicher Gruß von der Arbeit





Wie gemein ist denn das? Da sind nun SOMMERFERIEN und kein Sommer. 

Bildergebnis für fensterbild regen

Ich sitze hier heute Morgen auf der Arbeit in Fleecejacke und Weste darüber. Zugegeben - ich bin sehr müde, was man ja auch sein darf wenn der Wecker noch vor 5Uhr klingelt. Aber auch wenn ich total wach und fit wäre (keine Ahnung wie sich das an fühlt) würde ich frieren.

Ich arbeite hier in einem Container Büro in 2ter Etage. Solange ich hier Dienst habe, bin ich quasi die Taxi-Zentrale, ich stelle die Verbindung zwischen Kunden und Kutschern her. Wir haben hier noch altertümlichen Sprechfunk aber immerhin einen funktionierenden PC, eigentlich sogar zwei, der Internet PC ist extra. Ich mag meine Arbeit hier. Es ist nicht besonders anspruchsvoll aber ich habe meine Ruhe und im Grunde redet mir keiner rein. Ich breite mich während meiner Schicht weiträumig aus und habe auch viel Zeit zum lesen, schreiben und Fernsehen gucken. Im Moment schreibe ich hier und gucke immer wieder mal aus dem Fenster in den Hafen hinein. Ist heute nicht schön, eher grau und herbstlich. Wenn es warm ist, ist es hier oben sehr warm. Wenn es kalt ist eben sehr kalt. Also darf ich wirklich ganz berechtigt hier sitzen und frieren.


Bildergebnis für hafen wilhelmsburg Auf dieser Elbinsel arbeite ich. Insel klingt irgendwie nach Urlaub und Idylle. Hier ist es aber nicht besonders schön, es sei denn man steht auf große Firmen mit großen Schornsteinen und viel Gestank. Im Hafen liegen riesige Schiffe die beeindrucken. Hier leben viele Immigranten und Zigeuner in großen Häusern eng beieinander. Man kann aber gut sehen das es tatsächlich auch grüne Ecken gibt. Wenn ich zur Arbeit fahre komme ich an Pferdeweiden und einem Bauernhof vorbei. Auch das gibt es hier. Zwar immer weniger aber immerhin. Leben möchte ich hier nicht. Auf gar keinen Fall. Ich mag mein Landleben und weiß es umso mehr zu schätzen wenn ich Feierabend habe.
Bildergebnis für hafen wilhelmsburg

Einmal über die Köhlbrandbrücke fahren bei Sonnenuntergang ist wirklich ein Erlebnis. Von da oben betrachtet sind die Container Terminals und Megafrachter winzig klein. Hamburg ist eine schöne Stadt und immer einen Besuch wert. Auch bei schlechtem Wetter. (Mir ist trotzdem kalt)

In diesem Sinne